Bildungsvereinbarung

Die nachfolgende Vereinbarung stellt die Grundlage für die Aufnahme eines Schülers oder einer Schülerin am Lyonel-Feininger-Gymnasium und die Zusammenarbeit aller Schulpartner dar.

Aus der Präambel unseres Leitbildes

„Das Lyonel-Feininger-Gymnasium Halle (Saale) begreift sich als Ort ganzheitlicher Bildung. Wir trauen uns, schulische Strukturen und Bildungsprozesse innovativ zu gestalten. Im Vordergrund steht die gleichberechtigte Teilhabe an (schulischer) Bildung und die nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung aller Schüler:innen. Wir – die Schüler:innen, Lehrer:innen und andere Mitarbeiter:innen sowie Eltern/Erziehungsberechtigte – verfolgen als Schulgemeinschaft das Ziel, Erfahrungsräume zu schaffen, um allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft die Möglichkeit zu geben, eigene Potenziale zu entdecken und bestmöglich zu entfalten. In diesem Sinne versteht sich das Lyonel-Feininger-Gymnasium als ein inklusionsorientierter Bildungsort, in dem nachhaltige Beziehungen und nachhaltiges Lernen die Grundlage bilden.“

Um nachhaltige Beziehungen und nachhaltiges Lernen zu ermöglichen, arbeiten Elternhaus, Lernende und Schule am Lyonel-Feininger-Gymnasium eng zusammen.

Lernkultur

  • Das Feininger begreift sich als ganzheitlicher Lernort, an dem sich Schüler:innen begleitet durch Lehrkräfte, Modulleiter:innen und externe Experten Fachwissen und Kompetenzen aneignen.
  • Durch eine achtsame, wertschätzende und offene Schulkultur gewährleisten alle schulischen Partner eine förderliche Lernumgebung.
  • Alle halten sich an die auf dem Schulgelände geltenden Regeln.
  • Die Lehrkräfte fördern und fordern die Lernenden gemäß ihren individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten.
  • Die Schüler:innen bringen sich aktiv in die Bildungsprozesse ein und engagieren sich für eine lebendige Schulkultur.
  • Die Eltern unterstützen ihre Kinder und die Schule aktiv zum Wohle einer erfolgreichen und nachhaltigen Bildung.
  • SoL (Selbstorganisiertes Lernen) ist ein zentraler Bestandteil unserer Unterrichtskultur.
  • Am Donnerstag einer jeden SoL-Woche (dreimal im Jahr) findet ein Studiertag statt, an dem die Lernenden zu Hause arbeiten. Die Jahrgänge 7 bis 10 fertigen an diesen Tagen ihre Lernprodukte zu Hause an. Die Jahrgänge 5, 6 und 11, 12 bearbeiten ebenfalls selbständig Aufgaben. Die Lehrenden nutzen die Tage zur Optimierung von SoL und anderen Schulentwicklungsschwerpunkten.

Kommunikation

  • Die Klassenlehrkräfte, Fachlehrkräfte und Erziehungsberechtigten arbeiten vertrauensvoll und kooperativ zum Wohle des Kindes zusammen und gehen offen mit Problemen und Kritik um.
  • Die Klassen- und Fachlehrkräfte halten Kontakt zum Elternhaus und informieren frühzeitig über Leistungs- und Disziplinprobleme.
  • Bei Fragen und Kritik wenden sich die Lernenden bzw. Eltern zuerst an die betreffenden Lehrkräfte. Alle versuchen, partnerschaftlich Lösungen zu finden.
  • Eltern und Lernende verstehen und akzeptieren die Profession von Lehrkräften, die im Sinne des Leitbildes Entscheidungen treffen, welche das Wohl aller Schüler:innen im Blick haben.
  • Die Erziehungsberechtigten nehmen an Elternabenden teil und unterstützen schulische Veranstaltungen.
  • Die Lehrkräfte stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Eine Terminvereinbarung erfolgt über den Schulmanager.
  • Alle Schulbeteiligten kommunizieren respektvoll miteinander und lösen Probleme mit schulischen Partnern im konstruktiven Gespräch.

Organisation

  • Alle kennen das Leitbild unserer Schule und richten ihr Handeln am Lyonel-Feininger-Gymnasium darauf aus. Schüler:innen und Klassenlehrkräfte/Tutoren kommen mindestens zu Beginn eines jeden Schuljahres über das Leitbild ins Gespräch.
  • Die Schüler:innen handeln, leben und lernen während des Schultages rücksichtsvoll und leitbildkonform. Sie stellen die Ordnung und Vollständigkeit ihrer Schulmaterialien sicher und geben ihr Bestes für den schulischen Erfolg.
  • Der auf die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Schule angepasste Schulplaner sorgt für eine effektive Organisation des Schulalltages, weshalb die Erziehungsberechtigten der Jahrgänge 5 bis 9 den Schulplaner erwerben.
  • Die Erziehungsberechtigten kennen die Teilnahmepflicht für Schulfahrten. Sie tragen Sorge dafür, dass ihr Kind an Jahrgangsfahrten, Exkursionen und anderen schulischen Veranstaltungen teilnimmt und unterstützen deren Gelingen durch fristgerechte Begleichung von Teilnahmegebühren und Belehrungen unmittelbar vor Fahrtantritt. Bei Problemen wenden sich die Eltern zeitnah an die Klassenlehrkräfte. Zur finanziellen Unterstützung machen Erziehungsberechtigte im Bedarfsfall vom Schülerfonds des Schulfördervereins Gebrauch.
  • Als wichtigen Baustein zu einer nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung unternehmen die Schüler:innen zu Beginn des 10. Jahrgangs sogenannte Herausforderungsprojekte. Eltern ermöglichen ihren Kindern die Teilnahme daran und üben sich in diesem Zeitraum im Loslassen.
  • Während der Schulzeit werden möglichst keine Arzttermine o. Ä. wahrgenommen. Für nicht anders planbare Facharzttermine ist frühzeitig ein Antrag auf Beurlaubung an die Klassenlehrkräfte zu stellen.
  • Eltern lesen regelmäßig Mitteilungen im Schulplaner und Schulmanager.
  • Die Fachlehrkräfte achten auf das Eintragen jeder erteilten Note im Schulplaner und die Eltern zeichnen am Monatsende ihre Kenntnisnahme ab.
  • Eltern übernehmen anfallende Gebühren für notwendige zusätzliche Lernmittel oder Schulveranstaltungen. Die Schule macht die Mittelverwendung transparent.
  • Eltern kennen die umfassende Unterstützungsarbeit des Schulfördervereins und prüfen eine Mitgliedschaft.

Ganztägige Schule

  • Die Eltern der in den Jahrgängen 5 und 6 befindlichen Kinder erkennen die verpflichtende Teilnahme am Ganztagsprogramm an.
  • Die Erziehungsberechtigten ermöglichen ihrem Kind eine gesunde und der Länge des Schultages angemessene Mittagsversorgung, indem sie ihr Kind am verpflichtenden Mittagessen für die Jahrgänge 5 und 6 teilnehmen lassen und die anfallenden Kosten tragen.